Anli macht Pokalhalbfinale perfekt

Der FC09 steht im Halbfinale des Bitburger Verbandspokals. Am Feiertag siegte die Mannschaft von Trainer Ralf Gimmy mit 2:0 gegen den SV Morlautern. Ausschlaggebend für den Erfolg war eine starke Leistung des gesamten Teams.

Richtig gut im Spiel waren auf Speyerer Seite die beiden Youngster Edonart Leposhtaku und Ugo-Mario Nobile. Der Defensivverbund arbeitete zuverlässig unter Führung von Maurizio DeVico. Marc Thau, zuletzt häufiger in vorderster Linie für die Offensive zuständig, war es, der nach 30 Minuten schon fast lässig aus etwas spitzem Winkel zur Führung traf. Die Gimmy-Elf kontrollierte die Partie, hatte deutlich mehr Ballbesitz und war insgesamt griffiger als die Westpfälzer, deren Angriffsduo mit Shokdran Rexhaj und Erik Tuttobene über weite Teile des Spiels recht farblos blieb. Eingeengt wurden ihre Kreise etwa durch einen defensiv sehr solide auftretenden Daniel Bundus, dessen Verteidigerspiel immer mehr an Klasse gewinnt. Keine rechte Bindung zum Spiel konnte Mikail Erdem im Mttelfeld finden. Oft liefen die Angriffe an ihm vorbei oder über ihn hinweg. Wenn er freilich den Ball hat, ist er zu Besonderem in der Lage. Das allerdings war zu selten der Fall. In der zweiten Halbzeit ersetzte ihn Eric Häußler ab Minute 55. Mit Häußler und Ibrahim Anli, der für Nathaniel Esslinger ins Match rutschte, stieg die Offensivpower. Die wollte Gimmy aber wohl dosiert wissen. Kontrollierte Offensive – so lautete das Motto in den letzten 30 Minuten des Spiels, in denen Marc Thau auf die Position rechts hinten rückte. 80 Minuten lang war die Elf stabil, dann begann aus unerfindlichen Gründen das Zittern. Plötzlich kam Morlautern zu Gelegenheiten. Flach in den Speyerer Strafraum gespielte Bälle passierten mitunter Freund und Feind, ohne dass sich jemand zuständig fühlte. Nicht auszuschließen nun, dass Morlautern sich noch in die Verlängerung rettet. Den erlösenden Matchball versenkte dann aber doch die orange gekleidete Mannschaft des FC09. Der eingewechselte Anli schloss einen Konter geschickt ab. Er überlistete dabei den gegnerischen Torwart und brachte seinen Körper vorher optimal zwischen Ball und den ihm nacheilenden Abwehrspieler. 2:0 – der Schiri pfiff, das Team wurde zur Menschentraube. Der Gegner im Halbfinale wird erst Mitte November ermittelt. Der Traum von der erstmaligen Teilnahme am DFB-Pokal lebt weiter.