Mehr als nur eine Alternative

„Ich habe im Veranstaltungsmanagement meinen Traumjob gefunden“, erzählt Sevda Turan im Rosengarten der m:con stolz. „Im Moment bin ich sogar in meiner Lieblingsabteilung, der Projektleitung. Da bin ich bei jedem Schritt aktiv dabei und sehe am Ende, was ich geleistet habe.“ Dabei sahen die Pläne des wiederholten Aufstiegshelfer-Schützlings eigentlich ganz anders aus. Als Sevda in die Jugendsportförderung von „Anpfiff ins Leben“ kam, wollte sie Profi-Fußballerin werden.

Bereits als Zehnjährige spielte Sevda für 1899 Hoffenheim. Wie alle Nachwuchsfußballer des Bundesligisten war auch für sie die erste Mannschaft das Ziel. Sie gehörte zu einer der ersten Spielerinnen, die im 2009 gebauten Mädchen- und Frauenförderzentrum in St. Leon-Rot trainierten. „Anpfiff ins Leben“ unterstützte sie aber nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern stärkte auch ihr zweites Standbein: Sevda nahm am Nachhilfeunterricht teil, lernte in verschiedenen Praktika mehrere Berufsfelder kennen und fand in Berufstest heraus, wo ihre Stärken liegen. Und wie ihr heutiger Arbeitgeber Johann W. Wagner war sie bei der ersten Aufstiegshelfer-Initiative dabei. „Bei oelenheinz+frey habe ich eine Einführung in das Marketing bekommen und gemerkt, dass mir diese Arbeit liegt. Deswegen habe ich mich später auch bei der m:con beworben.“

Auch die Veranstaltungsagentur verbucht die erste Initiative als Erfolg. „Die Kampagne war für uns absolut plausibel, deswegen wollten wir natürlich auch dabei sein und den Jugendlichen eine Perspektive zum Aufstieg geben“, erinnert sich Johann W. Wagner. „Damals war Selena mein Schützling und sie hat im Praktikum einen super Job gemacht.“ Die positiven Erinnerungen spielten auch eine Rolle, als Sevda sich bei der m:con bewarb. „Wir wussten zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob wir noch einen Azubi aufnehmen konnten. Aber Sevda hatte ich schon kennengelernt und mit der Verbindung zu ‚Anpfiff ins Leben‘ hat einfach die Chemie gestimmt.“

Zwar hat sich Sevdas Traum von der Frauen-Bundesliga nicht verwirklicht – nach einer Verletzung wechselte sie zum FC Speyer – dafür hat sie aber eine neue Leidenschaft gefunden. „Dank der Angebote zur Berufsorientierung wusste ich, dass mir der Beruf als Veranstaltungskauffrau liegen würde. Heute bin ich sehr glücklich, dass ich im Unterstützernetzwerk von ‚Anpfiff ins Leben‘ fündig geworden bin. Mein Interesse an diesem Berufsfeld ist nach zwei Jahren der Ausbildung noch genauso groß wie am Anfang und ich habe noch immer Kontakt zu ‚Anpfiff‘.“

Was Sevda an der Arbeit im Rosengarten Congress Center besonders gefällt, ist die Vielfalt der Aufgabengebiete und die ständig wechselnden Herausforderungen. Als Auszubildende erhält sie nicht nur einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen, in ihrer Lieblingsrolle in der Projektleitung darf sie auch ganz unterschiedliche Veranstaltungen begleiten. „Heute Abend steht der Schmerzkongress an, bei dem ich hinter der Bühne aktiv bin. Aber auch Popkonzerte oder politische Veranstaltungen habe ich schon betreut.“

Dank der ganzheitlichen Jugendsportförderung hat Sevda nicht nur eine Perspektive, sondern ihren Traumjob gefunden. Sevda hofft nun, nach ihrer dreijährigen Ausbildung bei der m:con bleiben zu können. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, die Veranstaltungsagentur übernimmt einen großen Teil ihrer Auszubildenden. „Wir setzen auf unsere Azubis“, sagt Johann W. Wagner. „Wenn die so gut auf die Berufsleben vorbereitet werden, wie Sevda von ‚Anpfiff ins Leben‘, ist das aber auch ganz einfach.“