Schwarz-Weiß Speyer 1934 e.V.

Vereinsgeschichte

sw_wappen_1934

Nach 81 Jahren mündete die Geschichte des Post-Sportvereins, der später Schwarz-Weiß Speyer hieß, im Jahr 2013 in einer Verschmelzung mit dem FC Speyer 09.

Es war das Jahr 1932, als sich einige Mitarbeiter der Post zusammenfanden, um in ihrer Freizeit Sport zu treiben. Da das Interesse sehr groß war, bildete man eine Abteilung und schloss sich einem damals bekannten Verein als Unterabteilung an.

Der Zuspruch war von Beginn an groß. So entschloss man sich bereits nach zwei Jahren, einen eigenen Verein zu gründen. Am 5. Januar 1934 war der Post-Sportverein Speyer geboren.
Der erste Vorsitzende des neu gegründeten Vereins war Franz Weber. Sportwart wurde Karl Huhn, ein damals sehr über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Leichtathlet.

Leichtathletik, Schießen, Schwimmen und Faustbal – das waren die Sportarten, die in der Anfangszeit beim Post-Sportverein angeboten wurden. Schnell stellten sich sportliche Erfolge ein. Überragend: 1935 wurde die Frauenmannschaft der Speyerer Leichtathleten des Post-Sportvereins sogar Deutscher Mannschaftsmeister.

Dann kam der Zweite Weltkrieg. Erst 1952 gibt es wieder Nachrichten. Die Gewichte hatten sich zu diesem Zeitpunkt verschoben. Die Fußballabteilung wuchs und wurde sukzessive zum Hauptbetätigungsfeld des Vereins. Zeitweise musste man auch hier ums Überleben kämpfen, denn es fehlte das wichtigste – ein Sportplatz.  Die beiden Abteilungsleiter Hans Weinmann und Kurt Munker nahmen sich dieser Frage an. Und brachten eine Lösung mit: Die Spiele fanden fortan im Rheinstadion statt, wo man sich mit Rot-Weiß Speyer abwechseln musste.

Die Erlösung kam 1962. „Endlich“ bekam man von der Speyerer Stadtverwaltung ein Gelände hinter der Walderholung zugewiesen. Hier konnte ein Fußballplatz neu entstehen. Allerdings: Die Stadt machte die Bereitstellung des Geländes von einer Namensänderung abhängig, denn dem Post-Sport-verein hing der Makel an, dass es sich bei diesem Club lediglich um einen Betriebssportverein handeln könnte. Das Resultat war die Umbenennung. Aus dem Post-Sportverein wurde per Vorstandsbeschluss der bis 2013 bekannte Schwarz-Weiß Speyer.

Der Sportplatzausbau konnte 1962 beginnen. Übrigens erst nach einer groß angelegten Rodungsaktion. Auf dem Sand, der zum Vorschein kam, wollten viele Mitglieder aber nicht kicken. Anderen war der Weg in den Wald zu weit. Die Konsequenz: Vereinsaustritte.

Kurt Munker, Hans Weinmann und Max Reeb war es zu verdanken, dass der Verein nicht zerbrach.
„Jetzt erst recht“, sagten sie 1964, als das Sportheim gebaut und das Spielfeld weiter verbessert wurde.  Ab 1975 wurden der Rasenplatz, die Tennisplätze mit Duschen und Aufenthaltsraum gebaut.

Fast alles geschah in Eigenleistung der Vorstandsmitglieder, der Jugendbetreuer und von Franz Raber. Im Juli 1978 konnte der neu angelegte Rasenplatz eingeweiht werden.

Sportlich ging es bergauf. In der Saison 80/81 wurde unter Trainer Günther Birkle die Meisterschaft in der B-Klasse gefeiert und damit der Aufstieg in die A-Klasse realisiert. Sogar das Double aus Meisterschaft und Pokal errangen die Schwarz-Weißen. Auch die 2. Mannschaft errang in der Reserverunde die Meisterschaft.

1984 wurde in einem 14-tägigen Mammutprogramm das 50-jährige Vereinsbestehen gefeiert, bei dem viele Vereinsmitglieder aus der Aufbauzeit des Vereins zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden:

  • Kurt Munker
  • Karl Huhn
  • Hans Güthlein
  • Hans Weinmann
1988 wurde die Tennisabteilung ein eigenständiger Verein mit dem Namen TC Schwarz-Weiß Speyer.
 
Die Aktiven-Mannschaft der Schwarz-Weißen spielte seinerzeit in der B-Klasse Speyer. Jedenfalls bis 1995 die C-Klasse Ludwigshafen-Speyer eingeführt wurde. Der Abstieg in die unterste Spielklasse konnte nicht verhindert werden.
 
In den Jahren darauf wurde ein Hartplatz wiederum durch viel Eigenarbeit mit Mutterboden aufgefüllt und ein zweiter Rasenplatz angelegt. Auf dem älteren Rasenplatz wurde 1996 eine neue Flutlichtanlage installiert.
 
In der Saison 01/02 schaffte die Aktive-Mannschaft unter Trainer Michael Seitz den Aufstieg in die B-Klasse Speyer. Unter der Führung von Jugendleiter Guido Sadaune spielte der Nachwuchs einige Meistertitel ein. Die C-Junioren schafften 01/02 den Aufstieg in die Verbandsliga, die höchste Spielklasse der C-Junioren. Die B-Junioren stiegen ein Jahr später in die Regionalliga Südwest auf, die höchste Spielklasse. Diese Erfolgsjahre hielten bis zur Saison 2005/06 an. Durch den Weggang erfolgreicher Jugendspieler, Trainer und Betreuer zu höherklassigen Vereinen, blieben danach die Erfolge aus.
 
Als der Verein 2009 sein 75-jähriges Bestehen feierte, waren noch 150 Mitglieder da, die sich auf sechs Jugendmannschaften, die Aktivität, eine AH-Mannschaft  und passive Mitgliede verteilten.
 
Der Vorsitzende Hans Gräf steuerte in den Jahren bis 2013 schließlich auf eine Verschmelzung des Vereins mit dem FC Speyer 09 zu, zu dem sich vier Jahre vorher schon die beiden Traditionsvereine FV Speyer und VfR Speyer zusammengetan hatten. Am 27. Januar 2013 schlossen sich der FC Speyer 09 und der SV SW Speyer zusammen. Der traditionsreiche Sportverein SW Speyer ist so Teil des Fundamentes des heutigen FC Speyer 09. (fc09)