Traum vom DFB-Pokal

Der Sprung in den DFB-Pokal – selten war er so nah. Wenn Ralf Gimmys Elf am Donnerstag, 1. November (15.30 Uhr), den Ligakonkurrenten SV Morlautern zum Pokalduell im Sportpark erwartet, schwingt auch die Hoffnung mit, ins nationale Teilnehmerfeld zu rücken. Abhängig ist dabei vieles vom Abschneiden des 1. FC Kaiserslautern in der Dritten Liga.

Bevor der FC09 also für den DFB-Pokal planen kann, muss in einem ersten Schritt der Oberliga-Absteiger aus der Westpfalz im Viertelfinale des Südwestpokals aus dem Feld geschlagen werden. Dass dies keine ganz einfache Aufgabe ist, zeigte sich schon im Vorrundenspiel, das am 2. September torlos endete. Am Wochenende erreichte Dudenhofen einen 1:0-Erfolg gegen das Team von Ex-Profi Daniel Graf (u.a. 1. FCK und Eintracht Braunschweig). Unser Trainer Ralf Gimmy spricht von einer 50:50-Chance. Siegeswille und Tagesform seien an Allerheiligen entscheidend. Ein wesentlicher Aspekt ist seinen Worten zufolge die Kontrolle über die beiden gefährlichen Angreifer des Gegners. Shkodran Rexhaj und Erik Tuttobene erzielten 20 der bisher 27 Treffer Morlauterns. Gimmy warnt seine Jungs auch vor Quincy Henderson und Maximilian Riehmer, die vom SC Hauenstein nach Morlautern gewechselt sind.  Wie immer seien Zielstrebigkeit, energisches Zweikampfverhalten, kaltblütige Chancenverwertung und Kampfgeist gefragt.

Interessant wird die Angelegenheit, wenn Kapitän Maurizio DeVico und seine Truppe das Spiel tatsächlich gewinnen. In der Runde der letzten vier Teams des Südwestpokals könnte beispielsweise der FV Dudenhofen ein Gegner sein. Dieses Derby elektrisiert die Anhänger beider Lager und könnte bei einem weiteren Erfolg die Finalteilnahme bringen. Spätestens dort wartet dann nach Erwartung fast aller Beobachter der wankende Riese vom 1. FC Kaiserslautern. Von einem Finalsieg gegen den „Betze“ mag mancher träumen, aber unter Umständen würde ein Einzug in die Schlussrunde schon ausreichen, um sich für die Teilnahme am DFB-Pokal zu qualifizieren. Dies wäre dann der Fall, wenn die Lauterer in der Dritten Liga unter den ersten vier Mannschaften landeten. Insofern blickt Speyer bis auf Weiteres auch mit einem Auge Richtung Kaiserslautern. alfi